Stadt, Land, Dorf
Die Frage, ob der Aufstieg von Rechtspopulisten in Europa und Nordamerika anhand eines Stadtlandgefälles erklärt werden kann und wir somit eine neue Polarisierung westlicher Gesellschaften in ländliche und urbane Gebiete bzw. Wählerschichten erleben, wird von der Geographin und Stadtforscherin Ilse Helbrecht in diesem Artikel aufgegriffen.
„Um gesellschaftliche Verhältnisse identifizieren zu wollen, ist eine reine Aufspaltung in urbane und rurale Räume zu einfach.“
Obwohl die Stadtforschung dadurch charakterisiert ist, dass der Begriff der Urbanität von Anfang an in Abgrenzung zur Ruralität existiert, versucht Helbrecht diese strenge Teilung in zwei Raumeinheiten aufzubrechen. Diese strikte Aufspaltung stößt auch an ihre Grenzen, indem es nicht möglich ist, eine starre räumliche Trennung in ländlichen und städtischen Lebensstil vorzunehmen. Denn in einer sozial- und kulturwissenschaftlich fundierten Humangeographie wird es immer schwerer, anhand von Räumen (ländlicher Raum, Stadt) auch gesellschaftliche Verhältnisse identifizieren zu wollen. Somit können die tatsächlichen Probleme, die zu einer höheren rechtspopulistischen Wählerschaft beitragen, laut Helbrecht nicht anhand einer Klassifizierung in zwei Lager erklärt werden.
„Wir sind auf gut funktionierende Räume, Plätze und Flächen angewiesen.“
Den gesamten Artikel gibt es auf Thema Vorarlberg unter folgendem Link zu lesen: https://themavorarlberg.at/wissenschaft/stadt-land-dorf-vom-staedtischen-und-laendlichen-leben
Text: Judith Lutz